Münch Naturheilkunde - Praxis für natürliche Regenerations- und Heilverfahren in Neufahrn und München

Münch Naturheilkunde

Allergie

Wie man hört, werden allergische Reaktionen immer häufiger. Hautausschläge, Asthma, auch Rheuma sind dieser Krankheit zugeordnet, in Wirklichkeit weiß aber niemand so recht, was es mit diesen Erscheinungen auf sich hat. Selbst die Fachwelt ist sich hier nicht einig.

Clemens v. Pisquet, ein Wiener Kinderarzt, meinte 1906: Allergie ist eine erworbene, spezifische, veränderte Reaktionsfähigkeit der Körpergewebe auf bestimmte Substanzen. Immunität und Allergie sind seiner Meinung nach zwei entgegen gesetzte Reaktionen auf eine Impfung. Man nimmt an, dass 80% der Bevölkerung in zivilisierten Ländern eine ererbte Neigung zu allergischen Reaktionen aufweisen.

Allergie heißt wörtlich nichts anderes als „andersartige Reaktion“. Die Schulmedizin nimmt an, dass der Organismus auf verschiedene Stoffe bei entsprechender „erblicher“ Veranlagung in seiner Abwehr zu heftig reagiert, was sich dann in den jeweiligen Symptomen äußert.

Wir wollen einmal versuchen, dieses Phänomen von der naturheilkundlichen Seite zu betrachten. R. Richet, Professor für Physiologie aus Paris, schrieb um 1900 sinngemäß: Der lebende Organismus ist stabil! Trotzdem ist eine Instabilität in Grenzen notwendig, um auf Reize zu reagieren.

Beispiele

  1. Ein senkrecht verankerter Glasstab ist stabil, bekommt er einen seitlichen Stoß, so zerbricht er.
  2. Ein senkrechter Metallstab ist ebenfalls stabil. Durch einen seitlichen Stoß federt er, bricht aber nicht ab. Er ist also trotz seiner Stabilität instabil. Diese Instabilität besteht bei Wiederholung solange, bis das Material erschöpft ist und ebenfalls bricht.

Letzteren Vorgang haben wir alle schon erlebt, wenn wir einen Draht abbrechen wollten, weil wir keine Zange hatten. Wir bogen den Draht so oft hin und her, bis das Material ermüdete und abbrach. Ähnlich müssen wir uns die Reaktion des Körpers auf Schadeinflüsse vorstellen.

Professor M. Seyle, der kanadische Stressforscher, meint, Allergie ist der Versuch des Organismus, sich an einen schädlichen Stoff anzupassen. Er hat die Anpassungsreaktionen des Organismus auf die Bedrohung seiner Stabilität eingehend erforscht. Dabei beschreibt er mehrere Stadien:

1. Alarm 2. Anpassung 3. Erschöpfung 4. Tod

Nehmen wir ein Beispiel:

  1. Ein Junge oder ein Mädchen beginnt seine Erfahrung mit Zigaretten zusammen mit einigen Freunden. Des Rauchens ungewohnt, müssen sie zunächst husten, dann wird Ihnen schwindelig, übel und möglicherweise kommt es zum Erbrechen. (Alarmstufe)
  2. Um „in“ zu bleiben wird fleißig geübt, denn man möchte es den Freunden gleichtun, die in tiefen Lungenzügen den Rauch genießen. Dabei fällt bald schon auf, dass die unangenehmen Symptome verschwinden und allmählich einem Genussgefühl weichen. Jetzt kehrt sich das Verhältnis um. Der nunmehr geborene Raucher fühlt sich unwohl, wenn die Zigaretten fehlen. Was ist geschehen? Unser Körper hat, vergleichbar mit einem Computer, von Alarm auf Anpassung umprogrammiert oder besser gesagt auf Abwehr. Aus seinen Reserven schickt er jetzt laufend Abwehrkräfte, um die Giftstoffe zu kompensieren. Wenn mit dem Rauchen ausgesetzt wird, belasten die in Bereitschaft gehaltenen und nicht in Anspruch genommenen Abwehrstoffe den Organismus und rufen nach dem Gift, das sie vernichten sollen. (Anpassung = Sucht)
  3. Nach einiger Zeit – oft vielen Jahren – bemerkt der Raucher, dass ihm auch mit dem blauen Dunst nicht mehr wohl ist. Die verschiedensten Erkrankungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen, Herz- oder andere Organerkrankungen treten auf. Wir haben das Erschöpfungsstadium erreicht. Der Computer fordert Abwehrkräfte – der Organismus hat keine Reserven mehr, also muss er überall einsparen und so kommt es, dass an allen Ecken und Enden im Körper die Zellen Mangel leiden. Wie in den Hungerjahren nach dem Krieg die Menschen zu Egoisten wurden, mitunter bis zur Kriminalität, so reagieren auch unsere Körperzellen. Sie hungern auf der einen Seite, horten Vorräte auf der anderen oder werden Terroristen oder Banditen, sprich Krebszellen.
  4. Der Teufelkreislauf setzt sich laufend fort und steigert sich immer schneller – bis zum Ende.

Nach Dr. Reckeweg ist jede Erkrankung, gleich welcher Art, eine Vergiftung und auch er schildert die Entwicklung in ähnlichen Phasen. Wir kommen zu dem Schluss, dass Allergien nichts anderes sind als Vergiftungen im Alarm- oder Erschöpfungszustand.

Alle Vergiftungen durchlaufen diese vier Stufen je nach Aggressivität der Substanz in wenigen Minuten oder auch in vielen Jahren. Mit Zyankali oder Blausäure ist alles im Nu vorbei, während z.B. Alkohol, Zucker, Nikotin, Koffein, aber auch Blütenpollen oder Weintrauben – wer das gerade nicht verträgt – Zeitbomben im Sinne unseres vorangegangenen Beispiels darstellen.

Im Altertum und Mittelalter nahmen verschiedene, „vergiftungsgefährdete“, hochgestellte Personen die gängigsten Mordgifte in kleinster Dosierung laufend ein, um so eine gewisse Immunität dagegen zu erreichen. Es sind Fälle bekannt, in denen Giftattentate aus diesem Grunde nicht zum Tragen kamen (Anpassungsreaktion). Trotzdem war die Lebenserwartung dieser Personen verständlicherweise gering, denn das Erschöpfungsstadium war je nach Dosierung vorprogrammiert.

Was für den einzelnen Körper nun Gift oder Allergen ist und wie es vom Einzelnen vertragen wird, können wir, außer bei sehr stark wirkenden Substanzen von allgemeiner Giftigkeit, im Vornherein nicht sagen. Hier spielt sicher eine erbliche Belastung mit.

Grundsätzlich kann jede Substanz, jede energetische Belastung als Gift in Betracht kommen. Dabei unterscheiden wir fünf Wege, auf denen die Allergene in unseren Körper gelangen können.

  1. Inhalationsallergene: Sie werden durch die Atmung aufgenommen. Dazu zählen Gase, Rauch, Nebel, Blütenpollen, Düfte, jede Art von Luftverschmutzung, Lösungsmittel, Insektenspritzmittel, Rauschgifte, Sprays aller Art usw.
  2. Ernährungsallergene: Sie gelangen über den Verdauungstrakt in unseren Körper. Wie unsere jahrelangen Tests zeigen, kann jedes Nahrungs-, Genuss- oder Würzmittel durch Unverträglichkeit zum Allergen werden. Die häufigsten sind Schweinefleisch, Zucker, Colagetränke, Limonaden, alkoholische Getränke, Kaffee, Mehlerzeugnisse, Südfrüchte usw. Dazu kommen all die Konservierungsstoffe sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Nicht zu vergessen sind hier die zahllosen Medikamente und Rauschgifte.
  3. Injektionsallergene: Sie werden durch die Haut in den Körper eingebracht. Durch Impfungen, Insektenstiche, Injektionen, Verletzungen, Narkosen, Kontrastmittel, Rauschgifte etc.
  4. Kontaktallergene: Sie nimmt der Körper über Hautkontakte auf, wie z.B. über Kosmetika, Seifen, Bekleidungsstoffe vor allem aus Kunstfasern, Farbstoffe in der Kleidung, Wasch- und Reinigungsmittel und deren Rückstande in der Kleidung, Pflanzen (z.B. Primeln).
  5. Strahlungsallergene: Wie z.B. die bekannte Sonneallergie, weniger bekannt die geopathischen und kosmischen Strahlen wie Wasseradern, Global- und Currygittern, Radar, elektromagnetische Felder aus Fernseh- und Rundfunkgeräten, elektrischen Leitungen, Lampen, Radioweckern, Heizgeräten, Heizkissen und –decken usw.

Wie gesagt, alle auf diesem Wege in den Körper gelangenden Stoffe und Energien können mehr oder weniger verträglich oder giftig sein. Jeder Organismus hat hier sein eigenes Muster und es ist bis heute unmöglich eine Norm aufzustellen. Die ständig steigende Zahl der Allergien berechtigt zu der Annahme, dass viele Stoffe, die durch die Zivilisation erst in unsere Umgebung kamen, deshalb schlecht sind, weil sie in der natürlichen Umwelt nicht oder nicht in dem Umfang enthalten waren. Nehmen wir nur die x tausend Chemikalien, die täglich in steigender Menge produziert werden und das Ansteigen von Giftstoffen und Säuren in der Luft.

Hier helfen keine durch Labors und Tierversuche ermittelten „Verträglichkeitswerte“, denn die können nur akute Vergiftungen in relativ kurzen Zeiträumen ermitteln. Um die Langzeitwirkungen durch geringste Dosierungen kümmert sich niemand, denn wer könnte schon Versuche über 50 Jahre anstellen? Wo bliebe da das Geschäft? Außerdem hat jeder Mensch seine eigenen Unverträglichkeiten. Für den einen ist z.B. Knoblauch ausgesprochen gesund, ein anderer wird davon krank.

Der beste Beweis dafür sind die 2005 aus dem Verkehr gezogenen Blutfettsenker (Lipobay usw.). Sie wurden lange Zeit in unbegrenzter Menge bei Kranken eingesetzt. Das war deshalb so praktisch, weil der Betroffene dabei weder auf Diät noch auf sonstige Mängel in seiner Lebensweise achten musste. Heute weiß man, dass hier Stoffe als Medikamente verordnet wurden, die viele Menschen frühzeitig ins Grab oder ins Siechtum führten. Wie viele solcher Zeitbomben die jahrzehntelang als Fortschritt der Wissenschaft gepriesen wurden, gibt es noch unter den Chemotherapeutika? Wir werden sehen!

Berücksichtigen das vorher gesagte und nehmen wir die Homotoxinlehre als Grundlage der Naturheilkunde, dann interessieren uns bei der „Allergie“ zuerst jene Zustände, die wir als ALARM und ERSCHÖPFUNG definiert haben. z.B. Heuschnupfen

Jährlich zu einer bestimmten Zeit, wenn bestimmte Pflanzen blühen, bekommt der Kranke Katarrhe, die vom einfachsten Nasenlaufen bis zum ausgeprägten Asthma gehen können. Ist die Blütezeit vorüber, klingen die Beschwerden allmählich ab.

Was ist das? Alarm oder Erschöpfung? Beide Möglichkeiten können zutreffen.

ALARM, dann, wenn keine sonstigen Allergien vorliegen, gegen die sich der Körper wehren muss. Eine reine Abwehrreaktion zum Schutz des Zellstaates. Fällt das Allergen weg, so geht die Abwehr zurück und der Normalzustand tritt ein. (In der Regel nur bei Kindern, bei denen noch kaum angepasste oder kompensierte Allergien bestehen, es sei denn nach Zucker und Süßigkeiten).

ERSCHÖPFUNG ist ein Zustand, bei dem schon eine Anzahl angepasster Allergien vorliegt, also ständig auf den Körper einwirkende Allergene, gegen die der Organismus bereits eine stabile Abwehr aufgebaut hat (Anpassungs-Sucht). Kommt nun ein neues Allergen dazu, so reicht die Abwehrkraft nicht mehr aus, um auch hier noch zusätzlich einzugreifen. Die Allergie schlägt durch.

Fällt das Allergen wieder weg, wird der Zustand der Anpassung wieder eintreten oder, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist zu kompensieren, die chronische Krankheit ihren Lauf nehmen. Das kann dann auf ganz anderen Ebenen geschehen. Aus dem Heuschnupfen wird eine chronische Nebenhöhlenentzündung, ein Herz-, Blasen-, Lungen-, Nierenschaden usw

Was tun gegen Allergie?

Jeder von uns ist gegen viele Stoffe allergisch. Solange die Abwehrkraft gut ist, merken wir nicht viel davon, sondern genießen den Zucker, die Zigarette, Wein und Bier, den Bohnenkaffee, den Geruch von Rosen, von Benzin oder Teer (manche mögen das). Es steht nämlich fest, alles, was wir besonders gerne mögen, genießen und leidenschaftlich konsumieren, ist allergieverdächtig (Ausgleichsphase – Sucht!). Das gilt nicht nur für materielle Stoffe, sondern für alles, was uns beeinflusst, wie Musik (ständig Radio), Fernsehsucht usw. Wer täglich sein Bier haben muss, ist gefährdeter als jener, der jedes ½ Jahr einen Rausch nach Hause trägt, sonst aber nichts trinkt. Der Rausch ist bereits eine Vergiftung oder allergische Reaktion in der Alarmphase.

Mit fortschreitendem Alter baut die Abwehrkraft je nach Belastung ab, während die Zahl der kompensierten Allergien zunimmt, die unseren Körper belasten. Diejenige, welche dann die chronische Krankheit verursacht, ist aber einer zuviel und der Körper hat für sie keine Abwehrreserve mehr frei. Die Steigerung allergischer Beschwerden resultiert daraus, dass nunmehr auch kompensierte Allergien nicht mehr mit Abwehrkraft in Schacht gehalten werden können und der Degenerationsprozess läuft unaufhaltsam. Im Endeffekt ist also jede Erkrankung eine Allergie.

Das Ziel jeder Allergiebehandlung muss daher sein:

  1. Allergene erkennen und vermeiden. Dazu verhelfen uns Allergie- und Lebensmitteltests, sowie vorübergehende Abstinenz und später starke Einschränkung von Genussmitteln und Gewohnheiten, die wir meinen unbedingt haben zu müssen. Hierzu gehört auch, dass Schlaf-, Arbeits- und Ruheplätze frei gemacht werden von geopathischen und elektrischen Störungen.
  2. Ausleitung von Allergiegiften durch getestete Nosodentherapie, sowie die seit Jahrtausenden bekannten Ausleitungsverfahren wie Schwitzen, Abführen, künstliches Fieber, Eigenblutbehandlung, Entwässerungs-, Entfettungs- und Fastenkuren, Hautausleitung durch Blutegel, Cantharidenpflaster, Baunscheidtverfahren, Akupunktur, gezielte physiologische Verfahren durch Kneipp, Massagen, Bestrahlungen und Elektrobehandlungen (soweit bewährt) etc.
  3. Stärkung der Abwehrkraft durch biologische Therapien wie getestete Diät, natürliche Ernährung, Homöopathie, getestete Phytotherapie, Akupunktur, Umstimmungsverfahren.
  4. Regeneration bereits geschädigter Organe, soweit noch regenerierbare Substanz vorhanden, durch die verschiedenen Arten der Zelltherapien.

Allergien bekämpfen heißt also, in erster Linie jene „Gewohnheiten“ abzulegen, ohne die wir glauben nicht leben zu können. Nach einer Abstinenz von einem Jahr wird eine Tasse Kaffee am Sonntag wahrscheinlich nichts mehr ausmachen, ebenso wenig wie evtl. eine Zigarre an einem besonderen Feiertag. Meistens stellt sich jedoch heraus, dass nach längerer allergenfreier Zeit gar kein Bedarf danach mehr besteht und bei wirklichem Konsum wieder Unpässlichkeiten auftreten (Alarm). Gelingt das, so bekommen wir bereits eine Menge Abwehrkraft frei. D.h., wir können aus der Erschöpfungsphase mit den nicht immer angenehmen Entzugserscheinungen in die beschwerdefreie Ausgleichsphase zurückkommen.

Das Ziel der Allergiebehandlung ist aber nicht nur eine momentane Beschwerdenfreiheit, sondern die Rückführung des Körpers auf möglichst geringe, regelmäßige Schadreizaufnahme bei starker Abwehrreserve bis ins Alter. Mit ein paar Tröpfchen da und ein bisschen Salbe dort, sowie ein paar Bestrahlungen gegen die Symptome ist es hier nicht getan. Die Therapie erfordert harte und konzentrierte Arbeit durch den Therapeuten und ebensoviel Mitarbeit durch den Patienten.

Je mehr es uns gelingt, in diesem Sinne naturgemäße und gezielte Ganzheitstherapie durchzuführen, umso mehr Gesundheit werden wir zurückgewinnen und dumso weiter hinaus können wir den Punkt schieben, an dem wir von chronischen Leiden – hin bis zum Krebs – gequält werden, oder jenen, den uns das Schicksal als Ende bestimmt hat. Unglücksfälle natürlich ausgenommen.

Download Gesundheitsbrief als PDF

 

Bei Fragen zu diesem Thema oder anderen gesundheitlichen Anliegen sind wir gerne für Sie da.

Ihr Münch Naturheilkunde Team

Zum Seitenanfang