Münch Naturheilkunde - Praxis für natürliche Regenerations- und Heilverfahren in Neufahrn und München

Münch Naturheilkunde

Der Schmerz

Schmerz ist gefürchtet – aber richtig genommen ist er der beste Freund des Menschen. Er ist es, der vor der Gefahr des Siechtums oder gar des Todes warnt. Wenn es wo schmerzt, ist etwas nicht in Ordnung. Ein vernünftiger Mensch wird darauf achten, in sich horchen und sein Verhalten danach richten. Viele aber bringen den Schmerz durch ein Medikament zum Schweigen – ihren besten Freund, der es gut meint mit ihnen.

Es kommt zur Erkrankung. Und es findet sich auch bald ein Name dafür. Nun spricht man von ihr wie von einem bösen Wesen, von dem man befallen worden ist. Je mehr man davon spricht, desto mehr regt es sich. Der konsultierte Arzt beginnt mit einer gezielten Behandlung. Er verschreibt bestimmte Medikamente gegen eine bestimmte Krankheit, die man abtöten will, dabei sind aber meist nur ihre Symptome verschwunden. Der eigentliche Zustand besteht weiter, nämlich der kranke Mensch.

Es gibt im Grunde keine Krankheiten, sondern nur den kranken Menschen, der aus der Ordnung des Lebens geriet. Jeder ist dem Lebensgesetz unterworfen. Wer dagegen verstößt und sündigt, sich wie durch einen Sund von ihm trennt – verfällt einer diesem Gesetz innewohnenden Strafe: Er wird krank. Er bleibt es so lange, bis er wieder in die natürliche Ordnung des Lebens – seines Lebens – zurückfindet.

Das Medikament, das die Symptome der Krankheit anpeilt und beseitigt, erweist sich als dem Leben feindlich, weil es Warnsignale auslöscht, die von einer weisen Natur gesetzt werden – zur Erhaltung des Lebens. Die weit verbreitete Ansicht, dass man sich eine Krankheit holt, stimmt nicht. Es kann sich ein Mensch anstecken, aber ein gesunder Mensch kann selbst die gefährlichsten Bazillen in sich abtöten. Die Natur hat da vorgesorgt. Gesundheitspflege ist das einzige wahre Mittel gegen Krankheit. Nun ist es aber so, dass man zwar viel von der Gesundheit spricht, aber mit der Krankheit das große Geschäft macht.

Alle Zeitungen sind voll mit Anzeigen über Mittel gegen Krankheiten. Heilanstalten empfehlen sich und zählen die Krankheiten auf, für die sie eingerichtet sind. Kurzentren entstehen, wo der Mensch gegen jede Krankheit eine Therapie findet. Die Sprechzimmer der Ärzte sind überfüllt, und jeder kommt und will wissen, welche Krankheit er hat. Ein Arzt, der keine findet, gerät in ein schiefes Licht. Jeder erwartet, dass der Name seiner Krankheit genannt wird. Wir sind ja auch nicht in China, wo der Arzt von der Krankheit leben muss, weil ihm die Gesunden nichts einbringen.

Krankheit wird zum Lieblingsgespräch unter den Menschen. Manch einer versucht sich mit seiner besonderen Krankheit interessant zu machen. Beim Besuch im Krankenhaus ist es etwas Selbstverständliches, dass man sich am Krankenbett über die Krankheit unterhält. Jener Chefarzt, der in den Krankenzimmern an die Wand schreiben ließ: „Hier wird nicht über Krankheit gesprochen“, war eine Ausnahme. Von dem alten Koué, der empfohlen hat, jeder Patient solle sich täglich vorsagen: „Es geht mir schon besser und immer besser!“, weiß man heute kaum noch. Seelische Kräfte gegen Kranksein zu mobilisieren, gehört nicht zur modernen Medizin. Der Begriff der Ganzheit des Menschen ist verloren gegangen, aber die Tatsache bleibt, dass Leib und Seele eine untrennbare Einheit sind. Spezialisten der Medizin teilen den Körper: Was über dem Nabel liegt, geht den einen ebenso wenig an, als das, was unter dem Nabel liegt, den anderen. Familiennamen verschwinden – man spricht unter Ärzten und Helfern nur noch von „der Leber im Zimmer 18“ oder „der Niere in Zimmer 36“. Die Versachlichung des Krankseins legt Heilkräfte im Menschen lahm. Auf sie allein aber kommt es an, denn kein Arzt kann selber heilen, nur das große „Es“ heilt. Menschen meinen, sie können für Geld alles haben, auch Gesundheit. Doch dieses höchste Gut muss sich jeder selbst erwerben. Nur wer täglich selbst etwas für seine Gesundheit tut, wird sie besitzen. Der weise Goethe hat empfohlen, „um gesund zu bleiben, seinen Sinn in einem ganz beschränkten Kreise zu erhalten, sich mit ungemischter Speise zu ernähren und aufs Feld zu gehen, zu ackern und zu graben.“ Wer aber will das schon? Dann lieber krank sein, wo es doch gegen jede Krankheit ein Mittel gibt, das oft jedoch nur Täuschung ist.

Autor: Hugo Scholz

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(Quelle. Br-online, Stand 12.01.06)

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