Münch Naturheilkunde - Praxis für natürliche Regenerations- und Heilverfahren in Neufahrn und München

Münch Naturheilkunde

Arzneimittel – Gesundheit mit Nebenwirkungen?

Sie sind praktisch. Sie sind unkompliziert. Sie bedürfen keiner weiteren Maßnahmen. Arzneimittel, zumeist verschreibungspflichtig, sind so konzipiert, dass sie oft nur ein oder zwei Mal am Tag eingenommen werden müssen, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Das gibt Betroffenen das Gefühl, gut versorgt zu sein, ohne im Alltag etwas ändern zu müssen. Dieses Gefühl weicht jedoch oft mit der Zeit einer gewissen Ernüchterung. Man fühlt sich nicht unbedingt wohl oder gar geheilt, man merkt, dass trotz Medikament „etwas nicht stimmt“. Nicht selten gesellen sich zur erwünschten Wirkung noch unerwünschte hinzu. Hautausschläge, Juckreiz, Durchfall, Schwindel, Blutungen und weitere. Allen bekannt als Nebenwirkungen.

Abbildung von roten Tabletten in durchsichtiger Verpackung

Schulmedizinische Medikamente verfolgen als Prinzip, unerwünschte Symptome in ihrer Funktionsweise und Entstehung zu blockieren. So hemmen Schmerztabletten die Wahrnehmung desselben, Blutdrucksenker senken den Blutdruck, obwohl dieser oft bei Stoffwechselüberlastung aufgrund mangelhafter Versorgung der Zellen mit Nahrung und Sauerstoff entstehen kann. Antibiotika eliminieren bakterielle Krankheitserreger, greifen aber auch die physiologische Bakterienflora stark an, Gerinnungshemmer und Blutverdünner halten das Blut dünnflüssig, was im Falle von Verletzungen aber lebensgefährlich sein kann. Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen.

Was hier völlig unbeachtet bleibt: Der Körper hat immer einen Grund, warum er Symptome produziert. Wird dieser Grund dauerhaft ignoriert, während die Symptome medikamentös ausgeschaltet werden, entstehen über kurz oder lang neue Probleme, da sich der Körper nun ein neues „Ventil“ zur Kompensation der Ursache suchen muss. Dies erzeugt weitere Symptome, zusätzlich zu eventuellen Nebenwirkungen der bestehenden Medikation.

Und schon bald kommt das zweite Medikament hinzu – gegen die Nebenwirkungen des ersten und die neuen Symptome. Ein Teufelskreis entsteht.

Nicht selten erleben wir genau dies in der Praxis. Gerade bei älteren Patienten sind 5-8 verschiedene Wirkstoffe, die parallel eingenommen werden, keine Seltenheit. Hinzu kommen dann meist noch Präparate, die nicht verschreibungspflichtig sind und die der Patient sich selbst verordnet und dem Therapeuten ggf. gar nicht mitteilt, weil er sie für harmlos hält.

Um etwas klar zu stellen: Im Notfall und vorübergehend richtig eingesetzt, retten Antibiotika, Blutdrucksenker, Cortison & Co. Leben und Schmerzmittel verbessern, zumindest vorrübergehend die Lebensqualität. Daher sind sie natürlich aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken. Aber ein flächendeckender und unbedachter Einsatz als Dauermedikation ist jedoch sehr bedenklich.

So gibt es Schätzungen, nach denen jährlich bis zu 60.000 Todesfälle in Deutschland auf die Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen sind. So bringen also abhängig vom Alter der Betroffenen, vor allem Herz- Kreislauf-Medikamente, Gerinnungshemmer, Antibiotika, Antidiabetika oder Schmerzmittel viele in die überfüllten Notaufnahmen der Kliniken.

Bei älteren Patienten ist es oft die Mehrfachmedikation und die lange nicht mehr angepasste Arzneidosis, die vom Arzt regelmäßig auf Wechselwirkungen oder Verträglichkeit überprüft und neu angepasst werden sollte. Mit zunehmendem Alter verändern sich Organfunktionen, was meist einen geringeren Bedarf der Wirkstoffe nach sich zieht. Auch das Geschlecht spielt eine bedeutende Rolle. So haben Frauen durch Einwirkung von Sexualhormonen, verstärkt durch die Pilleneinnahme, ein anderes Verteilungsvolumen und niedrigere Filtrationsrate der Nieren, wodurch sie oft einen abweichenden Bedarf haben und schneller mit Nebenwirkungen reagieren.

In der Naturheilkunde suchen und behandeln wir, die Ursache von Beschwerden. Die rechtzeitige und regelmäßige Entlastung, die Herstellung einer gesunden Stoffwechsellage des Körpers können langfristig durchaus Medikamente vermeidbar machen. Ein gut eingestellter Säure-Basen-Haushalt, ein stabiles Immunsystem, eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, individuell angepasste Bewegung und Ernährung sind Maßnahmen mit positivem Effekt, die Sie zu Hause im Alltag ohne großen Aufwand integrieren können.

Kommt es einmal zur akuten Erkrankung ist es auch hier ratsam, die körpereigenen Fähigkeiten zu unterstützen und die eigenen Selbstheilungskräfte zu nutzen, bevor man Medikamente einsetzt. Der Abbau von Übersäuerung und Entzündung, die Förderung der Durchblutung, die Immunmodulation oder aber auch in der Schmerzbehandlung sind Bereiche, in denen die Naturheilkunde viel zu bieten hat. Medikamente sollten hier nicht als erstes eingesetzt werden.

Gerade bei Mehrfachmedikation sollten Sie diese regelmäßig überprüfen lassen und den eigentlichen Beschwerden auf natürlichem Wege begegnen. Häufig, so unsere Erfahrung können so Medikamente eingespart oder angepasst werden, was langfristig zu geringerer Belastung des Körpers führt. Eine gute Kommunikation zwischen Heilpraktiker, Arzt und Patient ist hier sehr von Vorteil. Ihr Wohlbefinden wird es Ihnen danken.

Lesen Sie hierzu auch unsere Gesundheitsbriefe

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Bei Fragen zu diesem Thema oder anderen gesundheitlichen Anliegen sind wir gerne für Sie da.

Ihr Münch Naturheilkunde Team

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